Cultural hacking

Cultural hacking ist eine Nische von politischer Kommunikation und hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Um besser verstehen zu können, was hinter dem Begriff steckt, hilft die Definition von Adrian Heuberger:

“Cultural Hacking ist eine dem Computer-Hack entlehnte Idee der Umkodierung und Verfremdung bestehender kultureller Codes. Über Manipulation und Zweckentfremdung von Alltagsgegenständen, -regeln und -routinen im außermusealen, öffentlichen Raum wird die Strategie verfolgt, Tabuisiertes hervorzuheben, resp. neue Lesarten des Gewohnten zu schaffen. Cultural Hacking als Kunst verläuft dabei entlang den Linien des Subtil-Politischen.” (Adrian Heuberger) quelle http://culturalhacking.wordpress.com/cultural-hacking/

Am bekanntesten – in diesem Sinne – ist wohl der Künstler Banksy aus England oder wenn wir im digitalen Bereich bleiben, Aktionen des Chaos Computer Clubs und den Yes-Man, die zum Beispiel die Website der WTO gefälscht haben und mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele karikieren. Sie selbst bezeichnen dies als „Identitätskorrektur“ (“identity correction“). Weitere Beispiele findet ihr unter anderem unter http://www.rebelart.net/diary/oder unter http://kommunikationsguerilla.twoday.net/.

Ein möglicher Kandidat, den wir für die Reihe ins Auge fassen ist John F. Nebel, der in einem Beitrag (Medienhacking im Wandel: Kommunikationsguerilla und politischer Aktivismus) für eine Publikationsreihe der Böll-Stiftung geschrieben hat, die ihr unter http://www.boell.de/publikationen/publikationen-publikation-journalismus-neue-medien-oeffentlichkeit-im-wandel.html finden könnt.

Ein Zitat von ihm zum Thema: „Kommunikationsguerilla […] als die Königsdisziplin der politischen Kommunikation“.

Wenn ihr mehr über ihn erfahren wollt, ist hier ein Link zu einem interessanten Blogeintrag von ihm: http://www.metronaut.de/2012/05/ich-bin-urheber/.

Fragen die uns in diesem Zusammenhang interessieren: Kennt ihr selber interessante Beispiele für Cultural hacking? Inwiefern ist Cultural hacking politisch und ist das demokratisch? Ist cultural hacking wirklich die Königsdisziplin, um politisch etwas erreichen zu können, obwohl nur einige wenige sich der Mechanismen der Massenmedien bedienen? Behindert oder fördert Cultural hacking eine tiefgründige Diskussion und breite Meinungsbildung?

Was sind eure Fragen zu dem Thema oder habt ihr andere Beispiele oder Impulse die für die Reihe ‚open up! Politisch kommunizieren zwischen Talkshow, Tweet und Theater.“ interessant sein könnten?

Über weiterdenkenmitopenup

arbeitet für Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
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